Marienpark
Im Zentrum des Projekts „Aquamarien“ im Marienpark Berlin steht die Schaffung eines lebendigen Quartiers, das unterschiedliche Funktionen wie Wohnen, Arbeiten, Kultur und Bildung harmonisch miteinander verbindet. Die Struktur des Quartiers wird durch einen ausgewogenen Mix aus dichten Baukörpern im Norden des Gebiets und offenen Grünflächen im Süden geprägt. Dementsprechend verhält sich die Höhenentwicklung der Bebauung, welche von durchschnittlich 6 Geschossen der Neubauten im Norden in Richtung Bestandsbebauung im Süden abfällt. Somit wird ein natürlicher effizienter Lichteinfall generiert und die bestehende Bebauung bleibt beim Betreten des Areals sichtbar. Um das Gebiet einzurahmen und Orientierungspunkte zu schaffen, wird die herausstechende Höhe des Gasometers in die abschließenden Neubauten der nördlichen Bebauung aufgenommen. Gemeinschaftliche Plätze, Innenhöfe und ein urbaner Garten fördern die soziale Interaktion und schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität. Die Gebäude beherbergen Gewerbeeinheiten, Büros und Wohnungen mit unterschiedlichen Typologien sowie gemeinschaftlich und privat genutzten Terrassen. Dadurch wird nicht nur eine soziale Durchmischung, sondern auch ein vielfältiges und lebendiges Quartiersleben gefördert. Die differenzierten Gebäudehöhen und Nutzungen unterstreichen die Vielseitigkeit des Quartiers und betonen das Zentrum als lebendigen Gemeinschaftsplatz. Hier können neben der täglichen Aufenthaltsnutzung regelmäßig Essens- und Communitymärkte stattfinden und somit den Austausch sowie lokale Produktionen fördern. Nach dem Prinzip der Schwammstadt setzt das Projekt auf Gründächer und begrünte Fassaden, offene Wasserflächen, versickerungsoffene Bewegungen sowie Retentionsmulden, um den natürlichen Wasserhaushalt zu fördern und zur Klimaanpassung beizutragen. Der Mobility-Hub mit direktem Zugang zu nachhaltigen Verkehrsmitteln und integrierten Health- und Sporträumlichkeiten bildet das Herzstück der Mobilitätsstrategie. Fußgänger- und Fahrradfreundlichkeit stehen dabei im Vordergrund, um den Individualverkehr zu minimieren und die Umweltbelastung zu reduzieren. Erschlossen wird der Marienpark hierbei von allen Achsen, wobei der Autoverkehr sich auf die bereits bestehende Straße „Altes Gaswerk Mariendorf“ beschränken soll. Die unmittelbar anschließende Quartiersgarage bietet ausreichend Stellplätze, um den Rest des Quartiers autoberuhigt zu gestalten. Gastronomien wie der Brew Dog können allerdings weiterhin beliefert werden. In dem Sinne der Autofreiheit stellen geplante Schnellradwege zudem ein wichtiges Werkzeug zur zügigen Erschließung und Durchquerung des Gebiets dar. Eine grüne Promenade entsteht für den Fußverkehr vom südöstlichen Punkt des Gebiets durch den Bildungs- und Freizeitgarten bis hin zum Quartiersplatz.